#RENNSTEIGLÄUFERatHOME #Supermarathon

Hallo, ich bin Mathias vom ORG-Team des O-SEE-Ultratrail. Ich bin selbst begeisterter Langstreckenläufer und fühle mich auf Trails am wohlsten. Wahrscheinlich so wie ihr, habe auch ich mir dieses Jahr einige Herausforderungen vorgenommen. Aber 2020 ist anders, das wissen wir alle.


Viele Läufe wurden abgesagt und finden nun virtuell statt. Teilnahmen sind immer noch möglich, aber plötzlich soll man allein den Lauf absolvieren und in der heimatlichen Umgebung bleiben. Und so fern man das möchte, lächelt man freundlich mit der Startnummer in die Kamera und lädt das Foto zusammen mit seinen Laufzeiten auf den verschiedensten Webseiten hoch.


Soweit die Theorie, ran an die Praxis. Der #Supermarathon vom Rennsteiglauf, für den hatte ich die letzten Monate trainiert. Die 73,9 km lange Strecke verläuft von Eisenach nach Schmiedefeld, das sollte mein erster offizieller Supermarathon werden.

Am 06.06.2020 war es also soweit, für mich stand der Supermarathon #atHome auf dem Plan. So hieß es für mich eine eigene passende Strecke in der Heimat finden, meine Wahl fiel auf eine Kombination aus den 50 km vom #ZittauerGebirgslauf und der 25km #XTERRA Trail Strecke des #O-See #UltraTrail.


Als Start und Ziel hatte ich mir den Wanderparkplatz am Stern in Jonsdorf/Hain ausgesucht, da beide Routen dort vorbeikommen und sich als Verpflegungspunkt somit bestens anboten. Das Wetter spielte glücklicherweise auch mit, die Temperaturen waren angenehm, Wind und Regen hielten sich in Grenzen.



Start war am Samstag 08.30 Uhr, auf der Gebirgslaufrunde, zuerst Richtung Hochwald - Eichgraben - Olbersdorf zum Originalstart des Zittauer Gebirgslauf. Von da aus über die großen Waldwanderwege nach Jonsdorf und Waltersdorf bis zum Kammweg des Zittauer Gebirges. Zeit, die

wunderschöne Aussicht zu genießen, habe ich mir allerdings keine genommen, denn über den Weberberg ging es in Richtung Herrenwalde bis in das benachbarte Tschechien. Dann über Dolni Poldluzi und Lesne, vorbei an der Finken Kuppe in Richtung Chatta Luz wieder nach Deutschland. Von der Rübezahlbaude in Waltersdorf ging es am Falkenstein vorbei zurück zum Stern.


Das waren die ersten 50 km. Jetzt brauchte ich erst mal eine Pause. Ich war circa fünf Stunden unterwegs und hatte bereits 1400 HM in den Beinen. Ich kenne das Zittauer Gebirge und wusste, was noch auf mich zukommt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich (noch) eine sehr gute körperliche Verfassung und war motiviert das letzte Drittel der Strecke anzugehen.


Ich ging die Sache langsam an, um meine Kräfte einzuteilen. Den Johannisstein und den steilen Anstieg zum Hochwald lief ich nur im zügigen Schritt nach oben. Wieder mit

schnellerem Tempo ging es dann abwärts nach Oybin und am Kelchstein vorbei, bis zum Scharfenstein und weiter

nach Lückendorf, von da aus zurück zum Töpfer. Jetzt kam aber der Zeitpunkt, an dem die Beine schwer wurden. Die letzten 8 km mit Robertfelsen, Ameisenberg, Weißer Stein und Jonsberg, waren zumindest bergauf nur noch im Schritttempo zu bewältigen.




Mein Ziel erreichte ich, glücklich es geschafft zu haben, nach 8 Stunden und 33 Minuten. Mit 75 km und 2500 HM war das mein erster Supermarathon.





Danke fürs lesen. Wir sehen uns am 17. Oktober 2020 zum O-SEE Ultra Trail!


Euer Mathias







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